#085 | Gerechtigkeit im Job: Warum „gleich“ nicht immer „fair“ ist
Shownotes
In dieser Episode erfährst du,
- warum gleiche Bedingungen für alle Teilnehmer nicht automatisch gerecht sind
- welche Rolle die individuelle Perspektive bei der Bewertung von Fairness spielt
- wie Lob im Team unterschiedliche Reaktionen auslösen kann
- warum Gerechtigkeitsempfinden oft in der Vergangenheit verwurzelt ist
- weshalb es keine absolute Gerechtigkeit gibt, die für alle gleichermaßen gilt
- wie man durch Nachfragen die Fairness-Wahrnehmung des Gegenübers besser versteht
- warum Neid ein nützlicher Indikator für eigene Wünsche sein kann
- wie eine innere Haltung von Großzügigkeit und Vertrauen den Arbeitsalltag erleichtert
- warum Akzeptanz von Entscheidungen wichtiger sein kann als alle Hintergründe zu kennen
- welche Gefühle wir in uns kultivieren sollten, um zufriedener zusammenzuarbeiten
Dr. Christina Fritz, Führungskräfte-Coach und Teamtrainerin, Praxisbetriebswirtin, Zahnärztin
- Expertin zu den Themen Team & Führung sowie Struktur & Praxisorganisation
- Führung. Anders. Denken., Aachen
- www.christina-fritz.de
- hallo@christina-fritz.de
Eva Walling, Supervisorin, Coach, Trainerin, Diplom-Kauffrau
- Expertin zu den Themen Führung, Kommunikation und Organisationsentwicklung
- eva walling consulting
- www.ewc-online.de
- eva.walling@ewc-online.de
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- instagram.com/evawallingconsulting/
Transkript anzeigen
00:00:00: Also es gibt einfach Menschen, denen liegen bestimmte Dinge total gut.
00:00:04: Und die sind da vorne am Empfang oder in was auch immer welche Aufgaben sie haben, die wirbeln darum und sind der Sonnenschein und alle lieben... Manchen fällt's total leicht und anderen fällt's nicht so leicht.
00:00:16: Dann kann ich dem anderen jetzt deswegen übel nehmen dass es ihm leicht fällt wie ihm oder ihr leicht fällt und sieht das aus im Ärmel schüttelt.
00:00:27: Wissenswertes und Praktisches rund um das Thema Führung von und mit deinen Gastgebern Eva Walling und Dr.
00:00:33: Christina Fritz.
00:00:37: Hallo liebe Eva!
00:00:38: Hallo liebe Christina.
00:00:40: Wir haben für heute ein spannendes Bild mitgebracht, eine Karikatur von einem Herrn Traxler wo es um das thema Gerechtigkeit geht Und da werden wir heute mal zusammen drauf gucken.
00:00:53: So was wie ein Prüfungsleiter sitzt an seinem Tisch und gibt verschiedenen Tieren eine Aufgabe, damit es besonders fair ist allen die gleiche.
00:01:02: Also sie treten an einen Affe, ein Pinguin, ein Elefant, ein Fisch in einem kleinen Aquarium, eine Robbe und ein Hund.
00:01:12: Da links ist noch ein Vogel.
00:01:14: Ah, da ist noch ein kleiner Vogel.
00:01:15: Ja stimmt!
00:01:15: Genau und damit es faire Bedingungen für alle sind lautet die Aufgabe für alle gleich klettert auf diesen Baum hinter euch Und dann möchten wir heute drauf gucken weil Ist das fair?
00:01:31: Ist das gerecht?
00:01:32: Bekommen ja alleresgleiche.
00:01:36: Das ist das was uns auch im Alltag häufig begegnet.
00:01:41: Wenn es für alle gleich ist, soll es gerecht sein oder fair sein.
00:01:45: Oder das sind einfach die gleichen Ausgangsbedingungen.
00:01:48: Das ist nett gedacht.
00:01:50: aber wenn man an dem Beispiel sieht den Baum wird der Affe in Windeseile erklappen haben.
00:01:56: Der Elefant hat keine Chance er kann ihn vielleicht umtreten ja Aber was soll der Fisch aus dem Aquarium machen?
00:02:01: Also dass Ja und der Pingouin die haben einfach keine Chance
00:02:04: Und der Vogel fliegt einfach hoch?
00:02:06: Er fliege einfach hoch geklettert ist er dann auch nicht?
00:02:12: Ja, also ist es gerecht.
00:02:14: Wenn alle das Gleiche machen müssen finden wir spannend.
00:02:17: und warum finden wir das spannend?
00:02:20: Weil uns immer wieder auch begegnet im Arbeitsalltag dass Leute sagen das ist nicht gerecht wenn der dann und dann Urlaub bekommt.
00:02:29: Und ich möchte aber Ich möchte da auch Urlaub haben.
00:02:34: Gehälter Aufgaben Bereiche verantwortungsbereiche
00:02:39: Lob
00:02:40: Lob, genau.
00:02:41: Ja, genau.
00:02:41: und gerade bei Lob das ist so ein... Danke dass du das sagst weil man also nicht jedes Lob landet ja ne?
00:02:50: Also manchmal sagt man was für dass man nicht gelobt werden will oder man versteht überhaupt gar nicht oder man nimmt es gar nicht wahr.
00:02:58: Man hört aber sehr wohl dass jemand anders für irgendwas gelobbt wird was man total unfair findet.
00:03:05: Ich erinnere mich an eine Situation in einem Team Workshop.
00:03:09: Da hat der Chef direkt eingangs in der Begrüßungsrunde gesagt, herr mal an dieser Stelle nochmal ein großes Lob an Mitarbeiterin XY.
00:03:20: Wahnsinn dass die das geschafft hat noch eben ich weiß gar nicht mehr was sie da gemacht hat auf jeden Fall das noch fertig zu kriegen bevor der Workshop hier startet.
00:03:29: also da wäre er total beeindruckt und dann sah ich... Also die wurde natürlich zehn Zentimeter größer Aber alle anderen wohnen zehn Zentimeter kleiner.
00:03:37: Und ich hörte dann sofort so ein Getuschtliere, aber ich hab das und das.
00:03:40: Ich habe den Raum vorbereitet und ich habe das gemacht.
00:03:42: Das ist
00:03:44: wahrscheinlich auch die Stimmung im Raum gegen wahrscheinlich auch auf Gesprächsschranktemperatur könnte ich mir vorstellen?
00:03:51: Für mich einen toller Einstieg auch!
00:03:55: Der Chef fühlte sich danach erstmal auch total schlecht.
00:03:58: Wir haben das natürlich aufgerollt, weil ich merkte ja zwei im Raum fühlten sich gut aber vierzehn im Raum führten sich oder fünfzehn.
00:04:05: Ich weiß nicht mehr genau wie viele wir waren.
00:04:06: Fühlten sich total schlecht!
00:04:07: Genau was ist daran jetzt fair?
00:04:09: Was ist jetzt gerecht?
00:04:10: Also was ist Lob?
00:04:12: fühlt sich für den einen total gut an, für den anderen total schlecht?
00:04:15: Für den einen vor der Gruppe auf keinen Fall?
00:04:17: Für Den Anderen nur vor der gruppe was wert?
00:04:20: Das finde ich total interessant, weil Lob ist ja kein Kuchen der dann alle ist.
00:04:26: Also die kriegt jetzt ein Stück und deswegen kriege ich gar keins.
00:04:29: Ist ja quatsch!
00:04:31: Trotzdem krieg ich Lob aber halt zu einer anderen Gelegenheit und für was anderes.
00:04:36: Es hat so ein bisschen etwas mit... Ich gönne dem anderen das nicht.
00:04:41: zu tun für mich.
00:04:42: Zumindest klingt das beim Jahr an, ist es so?
00:04:44: Was würdest du sagen Christina?
00:04:45: Ja klar kann so sein, kann aber auch sein ich fühle mich nicht genug gesehen oder gewertschätzt.
00:04:50: also und es gibt ja Menschen da kannst du ja gießen und loben und tätscheln und in Watte packen und es ist nie genug.
00:05:02: Fast ohne Boden ne?
00:05:03: Genau ein fast ohne Boden.
00:05:04: da kannst der Lobanerkennung Wertschätzung oben reinkippen Und es gibt welche, bei denen ist schon das kleinste Lob fast unangenehm.
00:05:15: Das ist so individuell
00:05:17: und hat ja auch wieder ganz viel mit alten Geschichten zu tun.
00:05:20: Also wenn so Extreme da sind jemand der gar keinen Lob annehmen kann oder jemand dem nie genug ist an Lob, dann kannst du ja drauf betten dass er irgendwas Altes aus der alten Geschichte aktiv ist
00:05:36: definitiv.
00:05:38: Ich erinnere mich gerade an ein Zwillingspärchen, also zwei Geschwister.
00:05:43: Der eine von beiden fühlte sich immer benachteiligt weil sein Geburtstag nie alleine gefeiert wurde.
00:05:49: Dem anderen macht es nichts aus, witzig ne?
00:05:51: Das ist ja interessant!
00:05:53: Total
00:05:53: und man hat...
00:05:54: Bei
00:05:54: Zwillingen?!
00:05:55: Ja ich habe nie meinen eigenen Tag.
00:05:58: Und dem einen macht was in den Mannern nicht.
00:06:00: Ich hab's jetzt nicht weiter aufgerollt aber das ist so individuelles Empfinden.
00:06:04: Und was an so Geburtstagsfeiern, an Geschenken.
00:06:08: Ja wie wurde auch früher im Elternhaus gelobt, anerkannt, gewertschätzt, geschenkt, gefeiert... Wofür?
00:06:14: Wofüre feiern?
00:06:15: auch nicht nur wir sind auf wofür.
00:06:18: Das ist so spannend und da tragen wir ganz viel mit dass mein Gehalt bis heute völlig in Ordnung ist.
00:06:25: ich komme damit wunderbar zurecht.
00:06:26: und jetzt kriege ich eine kollegende Gehaltserhöhung und schlagartig habe ich ein Problem.
00:06:33: Aber nicht weil ich weniger Geld auf dem Konto habe.
00:06:35: Das wird mir ja nicht deswegen abgezogen, aber meins kriegt einen anderen Touch.
00:06:42: Ich hab ein anderes Gefühl dazu.
00:06:45: Also muss sich jetzt die Kollegen mehr Gehalt kriegen, deswegen schlecht fühlen?
00:06:50: Weil sie mehr kriegt?
00:06:51: Ja genau das ist ja die spannende Frage.
00:06:53: oder muss sich unser Affe schlecht fühln, weil es ihm einfach total leicht fällt auf diesen Baum zu klettern?
00:07:01: kann man dem jetzt daraus einen Vorwurf machen.
00:07:03: Also es gibt einfach Menschen, denen liegen bestimmte Dinge total gut und die sind da vorne am Empfang oder in was auch immer welche Aufgaben sie haben, die wirbeln darum und sind der Sonnenschein und alle lieben die... Manchen fällt's total leicht und anderen fällt's einfach nicht so leicht und dann kann ich das dem anderen jetzt deswegen übel nehmen dass es ihm leicht fällt wie ihm oder ihr leicht fällt und sieht aus im Ärmel schüttelt
00:07:28: Wogegen richtet sich auch mein Ärger, meine Gut oder was auch immer.
00:07:33: Also ärgere ich mich als... Ja genau also richtet es sich gegen die Person oder richtes sich gegen mich selber.
00:07:40: Ich blöde Pinguin, warum kann ich nicht auf den Baum klettern sozusagen?
00:07:45: Oder der Blöde Prüfer da vorne, warum gibt er uns so eine blöde Aufgabe?
00:07:49: oder der blöder Affe?
00:07:51: Warum kann ja das so gut?
00:07:54: Der soll doch... Oder was auch immer.
00:07:56: Er soll mir helfen oder was auch im Mann.
00:07:59: Da kann man eigentlich wieder ein schönes Thema der Verantwortungsübernahme ist und das eine und das andere Thema, was für mich da anklingt als Thema Großzügigkeit also innere Großzüglichkeit geht nicht um.
00:08:14: Ich muss ja nicht meinem Kollegen noch mehr Geld geben.
00:08:19: Was meine ich jetzt nicht mit der Großzügigkeit, sondern eine innere Großzüglichkeit?
00:08:22: Wow!
00:08:22: Der hat das voll gemacht.
00:08:23: oder die Chefin hat entschieden dass es eine gute Entscheidung ist da mehr Geld zu geben.
00:08:33: Okay, das gönn' ich den anderen und ich werde irgendwann auch... Wird das vielleicht auch irgendwann bekommen.
00:08:40: also auch Vertrauen darauf Es wird.
00:08:42: Es ist richtig entschieden worden oder es wird irgendwann auch für mich was Schönes geben.
00:08:51: Das sind auch noch mal so Stichworte dafür.
00:08:53: Vertrauen, Mälde auch und Mälte sein und Nachsichtigsein und genau Vertrauen und Gönnen das sind am Ende so schöne Dinge.
00:09:02: Und die innere Großzügigkeit die finde ich auch nochmal.
00:09:06: Weiß gar nicht ob ich es in den Kontext stellen würde ja Der hat es jetzt geschafft, das gönne ich dem.
00:09:11: Vielleicht schaffe ich das auch irgendwann sogar ohne den letzten Teilsatz?
00:09:15: Ja!
00:09:15: Geht gar nicht darum dass ich irgendwann nachziehe oder vielleicht ja, vielleicht nein aber erst mal einfach so stehen lassen.
00:09:21: und das große Vertrauen die Person die das entschieden hat wird ihre Gründe dafür gehabt haben.
00:09:28: Welche das sind ist ja völlig egal.
00:09:31: Muss ich noch nicht mehr wissen muss sich vielleicht auch noch nicht mal teilen denn auch das ist ja höchst individuell wie was gesehen wird.
00:09:41: Und wenn ich die Gründe kenne, finde ich sie wahrscheinlich auch ungerecht.
00:09:45: Das kann gut sein.
00:09:47: und auch da zu akzeptieren... Die Person, die das entschieden hat, die hat dafür ihre individuellen guten Gründe.
00:09:56: Ja!
00:09:57: Und das lasse ich einfach so stehen.
00:09:59: Das akzeptiere ich jetzt einfach mal.
00:10:01: Das ist so toll, wenn es gelingt.
00:10:03: Du hast das was du hast, ich habe das was ich hab, du bist du, ich bin ich fertig
00:10:07: Und du hast ja selber auf alle Fälle trotzdem einen Lohn davon.
00:10:11: Wenn du einfach akzeptierst, so ist es, dann musst du dich damit auch gar nicht mit deinen Energieziehenden Gefühlen wie Wut und Ungerechtigkeit empfinden oder auseinandersetzen.
00:10:28: Wenn Du Dich entscheidest ich kann nur einfach... Oder ich vertraue darauf, dass das eine gute Entscheidung ist.
00:10:35: Dann hast du es zu sehen, dass du einen ganz anderen Standig überleben als wenn du dich auf diese negativen Gefühle einlässt.
00:10:45: Weil Night und Miss Guns macht nichts Gutes mit uns ne?
00:10:48: Also Night kann ja durchaus auch ein großer Ansporn sein.
00:10:52: Oder
00:10:52: ein Hinweisgeber!
00:10:53: Auch
00:10:53: ein Hinweissgeber.
00:10:54: Was hätte ich gerne?
00:10:56: Und wo... Wo kann ich mir das holen, was ich da jetzt gerade an Neid gefühlt mehr wahrnehme?
00:11:04: Wo kann Ich mir das selber holen?
00:11:06: also deswegen neid ist zwar kein schönes gefühl Aber genau ein super indikator.
00:11:12: für was fehlt mir eigentlich noch.
00:11:13: Was hätte ich eigentlich gerne misst?
00:11:15: uns finde ich es kein schönest Gefühl aber
00:11:18: Auch da ist es ja ein Hinweisgeber, also das finde ich bei allen Gefühlen.
00:11:22: Man muss nix irgendwie einfach wegdrehen im Sinne von oh, das ist ein böses Gefühl oder... Also wir unterteilen ja als Menschen gerne in gute und schlechte Gefühle die, die schlecht sind, also sich nicht gut anfühlen so würde ich's jetzt mal definieren Die wirklich als Hinweis-Geber nehmen ohne sie intensiv durchleben zu müssen, so würde ich vielleicht mal sagen.
00:11:46: Ich weiß gar nicht ob gut schlecht...
00:11:51: Also nämlich zwar dass viele sagen
00:11:53: das ist
00:11:54: kein gutes Gefühl?
00:11:55: Das Image der Gefühle ist es.
00:11:58: Es gibt ja also alle Gefühler haben einen guten Ursprung und wollen was Gutes für uns aber das Image von manchen Gefühlen ist ja total schlecht.
00:12:05: Das hat schon schöner ausgedrückt.
00:12:09: Und die Frage ist ja immer, was macht das Gefühl mit mir?
00:12:12: Frist mich das von innen auf?
00:12:14: Habe ich plötzlich keine Lust mehr darauf, mit der Kollegin zu arbeiten weil sie mich jetzt plötzlich total triggert und keine Ahnung?
00:12:21: also die Gefühle machen ja etwas mit uns.
00:12:23: und will ich das wirklich in mir rumtragen Ja oder Nein?
00:12:26: und es fühlt sich so gut an auch solche Sachen einfach gehen zu lassen oder sich sogar mit jemandem zu freuen Wobei in den weißen Arbeitsverträgen steht, man darf gar nicht darüber reden.
00:12:37: Aber das steht ja auf einem anderen Platten.
00:12:40: Welche Gefühle will ich in mir kultivieren?
00:12:44: Ist für mich dann nochmal so ein Stichwort dass vielleicht hilfreich sein kann für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:12:50: Ja genau also kulti- vieren in dem Fall wirklich wie beim Gärtnern was was pflege ich was pflanze ich Was gieße ich?
00:12:59: wirklich kultivieren im Sinne von Kultivierend?
00:13:01: Also welche, welchen Gefühlen schenke ich Beachtungen.
00:13:04: Wo muss Unkraut weg?
00:13:05: Wo darf was wachsen?
00:13:07: Also das ist ein schönes Bild dafür.
00:13:09: Kann man auch morgens sich gleich beim Aufstehen mal kurz überlegen, was für Gefühle möchte ich eigentlich heute fühlen?
00:13:16: Welche möchte ich kultivern?
00:13:18: Wollen wir gleich zu unseren Nuggets kommen?
00:13:20: So gerne!
00:13:23: Ich würde mal starten mit überprüfen, wie du selbst zum Thema Gerechtigkeit stehst und frag dich aus einem Blick auf die Kindheit oder das junge Erwachsenenleben wo es vielleicht herkommt.
00:13:36: Habe ich mich als kind oft gerecht oder ungerecht behandelt gefühlt?
00:13:40: Weil das hat häufig einen Ursprung von früher tatsächlich.
00:13:44: Ob mir Gerechtigkeiten total wichtig ist oder nicht Und was ich als gerecht- oder ungerecht empfinde
00:13:51: Ja, da schließe ich jetzt mal an.
00:13:52: Macht ihr überhaupt bewusst was Gerechtigkeit ist?
00:13:57: Und dann wirst du feststellen dass Gerechtigkeit immer eine Frage der Perspektive ist.
00:14:02: Es gibt nichts
00:14:03: das für alle gleichgerecht ist.
00:14:06: Also Gerechtighkeit is vielschichtiger habe ich letztens gelernt.
00:14:11: Das finde ich ein sehr schönes Bild dafür wie ne Zwiebel.
00:14:17: Da muss ich einen kleinen Schwenk machen, weil ich staune immer das selbst so was wie Taschengeld für Kinder.
00:14:22: Nicht gerecht sein kann!
00:14:24: Ich weiß nicht, glaube ich habe das hier im Podcast auch schon mal erzählt dass wir das Taschengelt für unsere Kinder nach Jugendamtstabelle bezahlen.
00:14:31: also es gibt eine Tabelle vom Jugendamt mit Empfehlungen und danach zahlen wir das Taschengeld.
00:14:38: letzten Endes ist selbst das nicht gerecht?
00:14:40: Weil vor drei Jahren war diese Tabelle anders, als sie jetzt ist.
00:14:44: Und damit gibt es auf jeden Fall ein Gap zu dem der heute das Taschengeld mit zwölf kriegt und dem der vor drei Jahren das Taschengeld mit Zwölf gekriegt hat.
00:14:51: Also selbst das ist nicht gerecht!
00:14:53: Es gibt keine absolute Gerechtigkeit die für alle gleich ist.
00:14:58: Obwohl Sie so sachlich korrekt zu wirken scheint?
00:15:03: Sehr
00:15:03: bemüht zumindest.
00:15:06: Sehr um Gerechtigkeit bemühte.
00:15:11: fragt nach, was dein Gegenüber in der Situation als gerecht empfinden würde.
00:15:15: Das kann sehr erhellend sein.
00:15:17: Ja das lohnt sich darüber ins Gespräch zu kommen.
00:15:20: Was ist eigentlich dein Gefühl von Gerechtigkeit und was bedeutet das für dich?
00:15:27: Ich würde zum Ausdruck kommen.
00:15:29: Und ich glaube in dem Moment wo man danach fragt es vielleicht schon der halbe Wind aus den Segeln.
00:15:35: Das wird mich interessieren.
00:15:36: Vielleicht schreiben ja mal Zuhörerinnen oder Zuhöre die ihre Erfahrungen dazu sind.
00:15:41: Das faltet ihr, Christina.
00:15:42: Bis
00:15:43: zum nächsten Mal!
00:16:01: Tschüss!
00:16:03: Ciao!
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