#086 | Führungsfalle Erschöpfung: Wenn der Akku leer ist
Shownotes
In dieser Episode erfährst du,
- warum gerade Führungskräfte in sozialen und medizinischen Bereichen oft am Rande der Erschöpfung arbeiten
- wie der wirtschaftliche Druck und die Verantwortung für Mitarbeitende dazu führen die eigenen Grenzen zu missachten
- weshalb die eigentliche Kernarbeit oft Kraft gibt während das Drumherum die Energie raubt
- dass Erschöpfung nicht nur durch die reine Arbeitsmenge sondern auch durch emotionale Lasten entsteht
- warum ein tief entladener Akku deutlich länger zum Regenerieren braucht als ein rechtzeitiges Gegensteuern
- wie du ein tägliches Frühwarnsystem durch kurze Körper-Check-ins etablierst
- warum es wichtig ist Strategiezeit nicht als Zeitverlust sondern als notwendiges Werkzeug zu begreifen
- wie negative Gefühle wie Wut oder Aggression als wertvolle Hinweisgeber für Schieflagen dienen können
- warum es sich lohnt aktiv nach freudvollen Momenten im Arbeitsalltag zu suchen
- welche drastischen Auswirkungen die Erschöpfung einer Führungskraft auf die Gesundheit und das Team hat
Dr. Christina Fritz, Führungskräfte-Coach und Teamtrainerin, Praxisbetriebswirtin, Zahnärztin
- Expertin zu den Themen Team & Führung sowie Struktur & Praxisorganisation
- Führung. Anders. Denken., Aachen
- www.christina-fritz.de
- hallo@christina-fritz.de
Eva Walling, Supervisorin, Coach, Trainerin, Diplom-Kauffrau
- Expertin zu den Themen Führung, Kommunikation und Organisationsentwicklung
- eva walling consulting
- www.ewc-online.de
- eva.walling@ewc-online.de
- linkedin.com/in/evawalling/
- instagram.com/evawallingconsulting/
Transkript anzeigen
00:00:00: Das, worauf man eigentlich diesen Beruf erlernt hat.
00:00:04: Das gibt einem eher Kraft und das was so drum rum ist zieht die Energie zum Teil auch tatsächlich fast den Stecker.
00:00:13: Und das finde ich deshalb so wichtig weil da schon tatsächlich eine wertvolle Möglichkeit sein kann wieder kraft zu kriegen indem man sich nochmal bewusst macht Was mag ich denn eigentlich?
00:00:25: warum habe ich eigentlich diesen beruf gewählt?
00:00:29: Wissenswertes und Praktisches rund um das Thema Führung von und mit deinen Gastgebern Eva Walling und Dr.
00:00:35: Christina Fritz.
00:00:38: Hallo, liebe Christina!
00:00:40: Liebe Eva, hallo!
00:00:42: Ist es in deinem Arbeitskontakt auch relativ verbreitet dass Führungskräfte am Rande der Erschöpfungen manchmal vielleicht sogar darüber hinaus sind?
00:00:51: Ja definitiv, definitiv.
00:00:53: Ich würde jetzt nicht sagen fast alle aber sehr viele, völlig
00:00:59: ausgelaut.
00:01:00: Was meinst du, woran das liegt?
00:01:03: Überlastung.
00:01:07: Gerade im Praxiskontext viel unheimlich viel Verantwortung für sämtliche hunderttausend Arbeitsbereiche und am Ende läuft bei denen alles auf.
00:01:16: Und das Thema Team zwischenmenschliches macht auch seinen Teil dazu.
00:01:21: Also am wenigsten Auslauben tut die Kernarbeit.
00:01:25: Das machen die alle tatsächlich gerne, aber ja einfach wahnsinnig viel Arbeit.
00:01:31: Sehr lange Arbeit, wenig Pausen, wenig Freiraum... Wenn ich das jetzt nicht mache dann bleibt es liegen und da wird's immer mehr.
00:01:38: und also die fühlen sich von so einem Riesenberg an Arbeit wirklich durchs Dorf getrieben.
00:01:43: Also das ist ... Ja!
00:01:46: Also das, was du schilderst genau so nehme ich das auf und ich fand jetzt gerade total interessant dass Du gesagt hast die Kernerbeit noch am wenigsten.
00:01:54: Ich erlebte es tatsächlich so, dass die Was wird als Kernerarbeit betechnet heißt eher als Ressource auch betrachtet wird.
00:02:02: Absolut!
00:02:03: Das, wo Führmann eigentlich diesen Beruf erlernt hat, das gibt einem eher Kraft Und das was so drumrum ist zieht Die Energie zieht zum Teil auch tatsächlich fast den Stecker.
00:02:16: Und das finde ich deshalb so wichtig, weil da schon tatsächlich eine wertvolle Möglichkeit sein kann wieder Kraft zu kriegen indem man sich nochmal bewusst macht was mag ich denn eigentlich warum habe ich eigentlich diesen Beruf gewählt?
00:02:30: Was ist denn in meinem Alltag schön aus diesem Anlass heraus, warum ich diesen Beruf dieses Auslaugen viel zu viel zu haben, du hast gesagt durchs Dorf getrieben fühlen.
00:02:50: Bei mir ist es eher so das Bild, dass häufig dargestellt wird dieser Riesenberg und überhaupt gar nicht hinterherzukommen.
00:02:59: Und womit das ja ganz, ganz viel zu tun hat sind Grenzen.
00:03:03: Also über die eigenen Grenzen meinen hinaus arbeiten zu müssen beziehungsweise über die Grenzen tatsächlich zu arbeiten Und das ist so für mich der relativ zügig, kommen wir im Coaching in der Supervision auch darüber noch mal sich bewusst zu machen.
00:03:19: Wo sind eigentlich meine Grenzen?
00:03:21: Welches sind meine Grenze?
00:03:24: Wie wichtig sind mir auch meine Grenen?
00:03:27: Woher kommen die also?
00:03:29: warum schiebe ich meine Grenz und soweit raus dass ich mich bis zur Erschöpfung hier aufreibe?
00:03:37: Ja wie gehst du da dran?
00:03:42: Also die Frage, nachdem warum?
00:03:44: Die ist immer schnell beantwortet in der Regel.
00:03:47: Gerade im meinem Kontext sind es vor allen Dingen wirtschaftliche Zwänge.
00:03:52: Was so eine Praxis im Unterheuer halt kostet, ist Wahnsinn an Mietenmaterial, Stromwasserpersonen, ja vor allem Personal.
00:04:03: also das ist ja immer der dickste Posten.
00:04:05: Das ist so wahnsinnig viel genau dass sie über diese diesen wirtschaftlichen Zwang.
00:04:13: In der Regel sind es auch die Ernährer der Familie, egal ob männlich oder weiblich.
00:04:16: Das sind noch häufig die Hauptverdiener.
00:04:19: Das ist einfach ein so großer wirtschaftlicher Druck.
00:04:22: das beantwortet immer sehr schnell dass warum?
00:04:25: Das
00:04:25: finde ich aber interessant weil das zum Beispiel in meinem Kontext nahezu keine Rolle spielt, weil das ja finanzierte Projekte sind und die Führungskraft mit denen ich sehr viel arbeite nicht ausschließlich.
00:04:41: weit überwiegend tragen selber nicht die wirtschaftliche Gesamtverantwortung, sondern das sind im Bundes- oder Landesfördermittel, die sorgfältig verwaltet werden müssen.
00:04:52: Und trotzdem brennen die Menschen aus und oder sind am Ausbrennen.
00:04:59: Das finde ich deswegen interessant weil du eben ganz klar den wirtschaftlichen Zusammenhang als einen Grund nennst.
00:05:06: Bei mir sind es hauptsächlich die menschlichen Zusammenhänge, die so auslaugen, die Vielfalt an Aufgaben, die ohne wirtschaftliche Zwänge sind und ich finde das da... Ich muss mal
00:05:18: ganz kurz ein Schritt zurückgehen weil ihr gesagt hast dass ist das was auslaugt, das meine ich so nicht.
00:05:23: Es kann das sein was aus lauft.
00:05:25: aber die Frage war ja warum überschreitest du deine Grenzen?
00:05:29: Warum
00:05:29: respektierst du deine grenzen nicht im Waldesding laufen bleiben muss.
00:05:34: Das ist nicht zwingend das, was er schöpft.
00:05:36: Was er schöpft, ist sehr vielfältiger.
00:05:38: aber wenn die Frage gestellt wird warum gehst du über deine Grenzen?
00:05:41: Warum erlaubt ihr der keine Pausen?
00:05:42: Warum machst Du nicht früher Feierabend?
00:05:44: Weil ich es mir nicht leisten kann!
00:05:46: Weil es nicht geht weil sonst da hängt zuviel dran.
00:05:50: Da hängt so viel dran.
00:05:53: bei dir sind bei mir die Zahlen trotzdem.
00:05:55: in meinem Kontext sind's die Menschen
00:05:57: ja genau Genau.
00:05:58: Die hängen zu viel dran, das ist zuviel Verantwortung für kleine Menschen oder mitarbeitende Menschen und das lautet auch aus.
00:06:07: Deswegen gehe ich über meine Grenzen weil ich kann die ja nicht alleine lassen oder so weiter und das ist interessant oder?
00:06:14: Total interessant!
00:06:15: Ja sehr.
00:06:17: Und wie gehst du dann vor um rauszufinden, woran es liegt oder wie man da drankommt wo wo der Ansatzpunkte sind?
00:06:29: Also ich in meiner Arbeit gehe relativ wenig nach dem, warum.
00:06:33: das ist für mich auch manchmal wichtig.
00:06:35: Aber viel mehr ist halt okay wie kommst du da wieder raus?
00:06:38: Ja also dass ich suche und buddl gar nicht so wahnsinnig viel nur da wo es nötig und sinnvoll ist.
00:06:45: Manchmal ist es einfach extrem wichtig auch irgendwas aus der Vergangenheit zu kennen.
00:06:50: Was einen dahin geführt hat, wo man jetzt steht.
00:06:52: aber in der Regel liegt der Fokus meiner Arbeit immer darauf okay was haben wir jetzt gerade vor uns liegen?
00:06:59: worum geht es jetzt grade?
00:07:00: Was ist der größte Pain und wie kommst du da raus?
00:07:03: also was braucht das damit du weitermachen kann.
00:07:07: Manchmal ist es die Hoffnung auf etwas, die Perspektive eine Veränderung.
00:07:13: Was gibt dir wieder mehr Leichtigkeit damit du diese Dinge bewältigen kannst?
00:07:17: Darum geht's bei mir in der Arbeit häufig nicht immer aber häufig.
00:07:21: Ja also teilig total ist bei mir auch der Hauptfokus.
00:07:24: letztendlich nehme ich aber selbst dann wahr dass das manchmal wertvoll ist kurz in die Biografie zu gucken.
00:07:32: wer kommt das eigentlich?
00:07:34: Total, auf jeden Fall.
00:07:35: Ohne da jetzt drin zu wühlen.
00:07:36: Ich meine ich bin keine Psychologin du bist es auch nicht und das ist nicht unsere Aufgabe können wir ja auch nicht da tiefenpsychologisch zu arbeiten sondern wahrzunehmen ach guck mal von da kommt.
00:07:48: heute bin ich aber erwachsen und heute kann ich anders vorgehen.
00:07:52: es lohnt sich dass man kurz wahr zu nehmen und dann zu überlegen möchte ich das beibehalten oder möchte eine andere vorgehensweise ab hier wählen.
00:08:02: Total,
00:08:03: weil manchmal ist es auch so dass das zwar wahnsinnig viel zu tun ist ja das stimmt.
00:08:09: und gleichzeitig wenn man strategisch gut plant gut organisiert kann man es wie bei Tetris ein bisschen besser ineinandergreifen lassen und es dann verdichten oder manches auslagern oder so.
00:08:24: ich erlebe das immer mal wieder das tatsächlich aus biografischen Gründen Menschen sich immer beschäftigt fühlen müssen, sag ich mal vorsichtig.
00:08:34: Weil wenn ich jetzt nichts tue eine Pause mache oder sei es also tatsächlich manche haben Schwierigkeiten damit sich Zeit für Strategie zu nehmen.
00:08:45: Also zu überlegen hey wie will ich mir die Arbeit eigentlich gestalten?
00:08:49: Wo habe ich eigentlich Spielraum?
00:08:51: wo kann ich andere Tools einsetzen oder Mitarbeiter weiterbilden, damit sie mich in bestimmten Bereichen entlasten was auch immer das sein könnte.
00:09:00: Aber diese Strategiezeit ist ja so wertvoll.
00:09:02: aber das kommt manchen vor wie faule Denkarbeit.
00:09:06: Das nützt ja nichts!
00:09:07: In der Zwischenzeit läuft die Arbeit ja immer weiter auf und ich muss schaffen, schaffen, schaffen.
00:09:13: Aber das ist wie dieses Bild mit dem Holzfeller nur der Säge.
00:09:18: Ich habe es wahrscheinlich schon mal erzählt Der Rollsteller, der immer weiter Bäume fällt.
00:09:26: Irgendwann wird die Säge stumpf und das Fällen fällt immer schwerer.
00:09:32: Dann kommt einer vorbei und sagt ja, Hammer, Arbeit ist immer weiter!
00:09:35: Ja ich muss die Bäume fällen, vielleicht schärfst du mal deine Sägen?
00:09:40: Nee dafür habe ich keine Zeit.
00:09:42: Ja, und dieses Bild ist einfach da.
00:09:44: Ich glaube das sind manche auch einfach drin gefangen dass sie denken Sie müssen einfach immer weiter arbeiten weil wenn sie es nicht tun dann kommen sie nie wieder nach.
00:09:54: Also diese wertvolle Zeit am Unternehmen zu arbeiten anstatt im Unternehmen zu Arbeit.
00:09:59: Diese Unterscheidung finde ich wahnsinnig wertvoll.
00:10:03: ja was ist denn die Auswirkungen wenn die Führungskraft erschöpft?
00:10:07: sind hier auch tatsächlich eklatant?
00:10:09: Tatsächlich können wir wirtschaftlich dann zur Katastrophe führen.
00:10:15: Wenn die Führungskraft, also jetzt bei dir der Praxisinhaber, die Praxisinhaberin wenn sie ausfällt, ist einfach im Zweifel kein Tarnarzt da ja?
00:10:26: Also dann kommen auch keine Patienten außer zu Zahnreinigungen oder so.
00:10:32: Bei mir ist es auch wirklich eine große Herausforderung, außer es ist gut vorbereitet.
00:10:39: letztendlich geht's aber mal nicht nur oder soll es nicht nur um die wirtschaftlichen Zusammenhänge gehen, wobei sie eben auch sehr wertvoll und wichtig sind.
00:10:49: Es hat ja Riesenauswirkungen auf die eigene Gesundheit und auch auf die eigen Leistungsfähigkeit, auf das eigene Leistungsvermögen nicht nur kurzfristig sondern eben entsprechend langfristig.
00:11:02: Ja ich würde sogar noch weitergehen!
00:11:03: Ich glaube... Das schränkt auch das Urteilsvermögen ein.
00:11:08: Also wenn man nur rennt, rennt und rennt dann kannst du gar nicht mehr in Ruhe auf Prozesse gucken, auf Situationen gucken.
00:11:15: Dann wird die Lunte so kurz.
00:11:16: Man geht schneller an die Decke.
00:11:17: Und man bewertet Dinge einfach anders als wenn man in der eigenen Mitte ruht sag ich mal.
00:11:24: Es trifft schlechtere Entscheidungen.
00:11:25: Schlechtere Entscheidung ungünstige Entscheidungen möglicherweise unfair, ungerecht, gemein...
00:11:30: Das heißt es hat ja auch entsprechende Auswirkungen auf die Mitarbeitenden?
00:11:34: Auf
00:11:34: jeden Fall!
00:11:34: Und
00:11:35: damit entsprechend auch auf die Kundinnen und Kunden.
00:11:37: Definitiv, wer auch immer das ist?
00:11:39: Genau!
00:11:39: Ja
00:11:40: ja also es ist wirklich wichtig sich mit Erschöpfung auseinanderzusetzen um eben tatsächlich sorgfältig arbeiten zu können.
00:11:48: Es hat riesen Auswirkungen, es ist also wichtig dass ich mich der eigenen Gesundheit mit der eigenen Leistungsfähigkeit auseinandersetzte.
00:11:57: wenn man als Führungskraft langfristig gut arbeiten möchte
00:12:01: Und wenn man an einem Punkt steht, wo man denkt ich kann nicht mehr.
00:12:07: Dann gut dann kann man die Zeit nicht zurückdrehen.
00:12:09: aber das ist eigentlich ich will sie sagen zu spät.
00:12:12: Aber dann wird es also wie beim wie beim Handy Akku.
00:12:17: Wenn man von fünfzig Prozent auf achtzig Prozent lädt Das geht in der Regel schnell.
00:12:22: Aber wenn es einmal voll entladen ist, dann dauert es einfach auch lange bis es wieder auf einem annehmbaren Niveau ist.
00:12:28: Also weil des.
00:12:31: Also wenn man merkt, ich bin jetzt gerade so richtig erschöpft und so richtig ausgelaugt.
00:12:34: Dann ist es viel schwerer wieder in seine Mitte zu kommen als wenn man das früher erkennt und einfach früher gegensteuert.
00:12:41: Das macht einfach Sinn, so ein Frühsefahnsystem zu etablieren um zu merken okay ist das jetzt grad nur eine Tageskrise oder bin ich da grade rutschig da gerade in was ab?
00:12:51: Wäre ich da gerade?
00:12:52: einfach komme ich in so einen Erschöpfungszustand und hier früher man das merkt umso besser kommt man dann wieder raus.
00:12:58: Denn es ist ja auch so, wie wir sie eben angesprochen haben.
00:13:01: Wenn ich selber Chef bin und meine Lunte zum Beispiel so kurz gerät Ich die Mitarbeitenden schon vergretze Auch Kundinnen und Kunden eventuell verletzt habe oder vergretzt hab was auch immer Dann ist so eine Abwärtsspirale unterwegs Und die auch wieder aus dem Schlamm zu ziehen Ist so viel anstrengender als aus einem Mittelniveau sag' ich jetzt mal ungeschützt wieder Verbesserungen zu erreichen.
00:13:30: Also deswegen ist genau dieses Frühwarnsystem, das stimme ich dir absolut zu total wertvoll zu üben und zu lernen frühzeitig wahrzunehmen.
00:13:40: Ich merke gerade, es streng mich echt richtig an.
00:13:43: Huch guck mal jetzt habe ich festgestellt die letzten Wochen haben mich schon richtig angestrengt.
00:13:47: Ah!
00:13:47: Obacht was kann nicht tun?
00:13:49: Also woran liegt's?
00:13:50: Was sind meine Maßnahmen?
00:13:53: Was würdest du sagen, sind so gute Maßnahmen um früh genug wahrzunehmen?
00:14:01: Dass da was in Schieflage gerät.
00:14:03: Was die eigenen Kräfte anbelangt?
00:14:07: Abends tut es tatsächlich so ein Energiecheck-Innen mal gucken wo stehe ich gerade?
00:14:10: wie motiviert fühle ich mich?
00:14:11: Wie ist mein Energielevel?
00:14:13: Wie gerne gehe ich momentan zur Arbeit?
00:14:15: Was sind so die Themen?
00:14:18: Und auch kreisen meine Gedanken um etwas.
00:14:21: Also bin ich weg, ist da irgendwas was mich nicht gut loslässt?
00:14:27: Ja kann ich einfach abschalten das wenn abschalte nicht mehr gelingt dann Ist das für mich auf jeden fall ein symptom.
00:14:36: ja würde ich dir auszustellen wenn du sagst so ab und zu check in dass es für dich so ab-und-zu
00:14:41: also richtig sich mal hinsetzen und mein also selber macht das gelegentlich und ich habe auch tatsächlich eine Kunden, die das sehr regelmäßig machen.
00:14:52: Einmal im Monat, einem im Quartal, dass sich mit so ein paar Fragen hinsetzen und die für sich wirklich beantworten.
00:14:59: Ja...
00:15:00: Was für Fragen sind es dann?
00:15:02: Ja
00:15:02: einfach nach dem eigentlich genau das was ich eben gesagt hab.
00:15:05: Wie fühlst du dich gerade vom Energielevel wie gern gehst zur Arbeit, wie motiviert fühl zu dich kreisen deine Gedanken welche Themen beschäftigen dich im Moment am meisten und dann einfach draufgucken und sagen, okay was macht das mit mir wenn ich da jetzt so drauf gucke?
00:15:20: Und will ich es so oder will ich ist anders.
00:15:23: Also das kann ich total nachvollziehen.
00:15:25: genauso das würde ich auch sagen, dass sich einmal im Kartal, einmal im Monat oder so je nachdem wie einem das gelingt.
00:15:31: Ich würde dazu aber auch noch raten tatsächlich jeden tag kurz bei sich einzuchecken in dem Sinne von Wie geht's mir eigentlich gerade und mit welchem Gefühl Gehe ich jetzt zur Arbeit?
00:15:43: oder mit welchem Gefühl bin ich in der Arbeit?
00:15:44: Wie ist mein Körper gerade?
00:15:47: Was fühle ich da, das muss nicht unbedingt bewertet werden.
00:15:52: Aber wirklich täglich auch wahrzunehmen wie geht es meinem Körper?
00:15:56: weil der Körper eine unfassbare Intelligenz hat und einen unfassbar wertvolle Hinweise gibt was da gerade los ist.
00:16:04: und dass würde ich tatsächlich täglich machen.
00:16:07: Ja, das wäre mir persönlich jetzt zu viel.
00:16:10: Aber weil es gibt einfach Tage die sind gut und es gibt Tage die nicht so gut...
00:16:14: Das geht ja nicht darum da stundenlang sondern das reicht ja eine Minute oder zwei mal kurz wahrzunehmen.
00:16:21: morgens beim Auffahren wenn du noch im Bett liebst.
00:16:23: Wie bin ich gerade aufgewacht?
00:16:26: Oder zwischendurch beim Warten bis der Kaffee durchgelaufen ist?
00:16:35: Ja genau!
00:16:38: Ich, ja.
00:16:39: Also... Ja, egal.
00:16:42: Wir lassen's so stehen!
00:16:44: Aber ich werde total interessieren was du willst.
00:16:49: Dieses extrem befindlichkeitsorientierte das geht mir manchmal auf den Senkel also...
00:16:53: Was ist daran extrem für dich?
00:16:56: Ne, das was du jetzt beschrieben hast ist für mich nicht extrem.
00:16:59: aber wenn man ... Ich weiß jetzt nicht, wie ich mich hier ausdrücken soll.
00:17:07: Scheiß auf korrekt!
00:17:09: Wenn man immer erst mal fühlt ... Wie fühlt sich für mich alles an?
00:17:15: Und wie fühle ich mich gerade als könnte ich auf die Arbeit gehen?
00:17:19: Mich nervt manchmal dieses extremer Anspruchsdenken auch von natürlich geht die Gesundheit vor das ist ja unstrittig und gleichzeitig bin ich der Meinung nicht jede Befindlichkeit muss zu einer Arbeitsunfähigkeit führen.
00:17:35: Ich glaube durch manches kann man auch einfach mal durchgehen, auch wenn das jetzt unbequem ist und auch wenn mein Nacken mir gerade sagt es ist gerade viel Last was weiß ich ja dass man dennoch Manchmal das Popöchen zusammenkneifen kann und dadurch geht.
00:17:50: Volle
00:17:50: Zustimmung, also wenn das so rüber kam...
00:17:54: Nein, nein!
00:17:54: So kam das nicht rüber.
00:17:55: aber da gehen bei mir mal die Alarmglocken weil dieses befinde ich einfach aus dem Arbeitskontext, aus dem Arbeiten mit Kunden.
00:18:02: Es ist halt wirklich es wird so viel dass Mitarbeiter nur auf die Gesundheit, auf ihre Befindlichkeit und für die Arbeit reise ich mir keinen Bein außen.
00:18:11: Das hat alles definitiv Grenzen aber in beide Richtungen und ich finde man darf auch ein bisschen investieren in die Arbeit, investieren egal wo und was man arbeitet.
00:18:23: Was darf sich anstrengen?
00:18:24: Und das ist auch wertvoll.
00:18:25: also da möchte ich gerne noch mal etwas zu sagen.
00:18:28: nicht jeder Stress den ich fühle es ja auch schlecht wenn ich das so bewerte.
00:18:34: Ich fühle mich gerade so und konnotiere oder bewerte das negativ.
00:18:41: Heißt ja die Konsequenz nicht, ich war jetzt auf zur Arbeit.
00:18:44: Aber ganz viele ziehen sich dann
00:18:46: raus?
00:18:47: Genau.
00:18:47: aber ich möchte noch mal auf den Punkt raus, Stress ist auch gesund für uns.
00:18:52: Ja, aber er braucht eben eine Entlastung.
00:18:56: also es geht nicht dass du immer auf dem Stresslevel arbeitest was erschöpft sondern es braucht ne gute Schwingung Und dann profitieren wir als Menschen davon.
00:19:05: Das ist wertvoll und genau das, was du sagst also so... Ich nenne das gerne Haarspitzen-Wee.
00:19:11: Also in jedem Haarspitzen-WEE von der Arbeit fernzuleiben, dass es nicht das,was ich meinte sondern einzuchecken mit sich zu spüren wie geht es mir?
00:19:20: Und eine Wahrnehmung dafür zu bekommen die Konsequenz daraus.
00:19:25: Das is noch mal ne ganz andere Nummer.
00:19:30: Ja definitiv!
00:19:32: Ja, genau so.
00:19:34: Wollen wir zu der Nugget kommen?
00:19:35: Ja gerne!
00:19:36: Also ich würde direkt bei diesem regelmäßigen Check-in einchecken und dann sagen ich halt das für sehr wertvoll ab und zu... Und nicht erst wenn ich erschöpft bin sondern einfach zwischendurch mal gucken hey ist mein Alltag gerade so wild dass ich gar nicht merke dass ich erschöfft werde.
00:19:54: Habe ich noch eine Wahrnehmung, ne?
00:19:56: Genau.
00:19:56: Weil manchmal sind wir so am Rennen dass wir gar nicht merken wie müde wir sind oder das es eine Pause braucht einfach ja diesen Check-in ab und zu machen damit man ein Frühwarnsystem entwickelt um rechtzeitig gegensteuern zu können Nicht erst wenn man so erschöpft ist dass es nicht mehr geht.
00:20:15: Ja dann schließe ich an was knüpfe da eigentlich gut an?
00:20:19: also nutze auch so problematische gefühle was als ich wie große Wut Aggressionen, Hass.
00:20:28: Unfreude, also keinen Bock mehr haben dafür als wertvollen Hinweisgeber.
00:20:36: Da ist eventuell was gerade in Schieflage und gehe auf Freude- und Glimmersuche.
00:20:42: Also sucht dir freutvolle Momente auch am Tag kleine schöne Momente damit du gute Gegenpulle auch aufweist aufhäufen kannst.
00:20:54: Also nimm sie als Hinweisgeber die schwierigen, aber vergiss dir guten Gefühle nicht und sucht ihn dir
00:21:01: aktiv.".
00:21:03: Ja damit der Fokus nicht nur in diesen Stress- und Tierschöpfung
00:21:06: ist.
00:21:07: Mein dritter Nagit wäre macht ihr bewusst das nicht immer nur die Arbeitsmenge zu erschöpfen fühlt.
00:21:12: also manchmal kann man tatsächlich auch vergleichsweise wenig arbeiten oder hat von der Arbeitslast gerade ruhige Phasen und fühlt sich trotzdem erschöpft, weil bestimmte Themen auslaufen oder Situationen auslauben.
00:21:25: Und das lohnt sehr darauf zu gucken.
00:21:27: Weil man ich tatsächlich nicht erst einmal erlebt dass Menschen sich sehr erschöpf fühlten und dann das Gefühl hatten es steht ihnen gar nicht zu.
00:21:36: Also wie da, kann ich nur mit so einer geringen Arbeitslast so erschöpft sein.
00:21:41: Das fühlt sich für die total falsch und ja ungere... also oder stehe
00:21:48: genau...
00:21:50: Steht die nicht zu.
00:21:51: Aber in Wirklichkeit haben sie ein Thema, was sie wahnsinnig auslaugt oder einen Konflikt mit einem Mitarbeiter, mit einer Mitarbeiterin der Wahnsinnig erschöpft und dann lohnt es sich da trotzdem hinzugucken?
00:22:01: Da helfen dann keine Pausen sondern da hilft die Auseinandersetzung mit dem Thema.
00:22:05: also für vieles ist eine Pause ne Lösung aber halt nicht für alles.
00:22:09: Es lohnt einfach auch auf die Themen zu gucken, wie ihr erschöpfst Und dann zu gucken war's das richtige Werkzeug?
00:22:16: Eine Pause ist sicher eine Form von Multitool.
00:22:19: Multi-Tool ist kein Werkzeugkoffer.
00:22:21: Also es braucht manchmal einfach auch andere Dinge, um Maßnahmen gegen Erschöpfung zu ergreifen.
00:22:28: Finde ich super!
00:22:29: Arbeitsmenge ist nicht unbedingt Arbeitslast.
00:22:33: Genau.
00:22:35: Okay
00:22:35: das war mir heute gar keine Last.
00:22:37: Ich freue mich auf den nächsten Folger mit dir.
00:22:39: Bis bald Christina.
00:22:40: Ciao
00:22:45: Dann lass gerne deine positive Bewertung da und teile den Podcast mit Menschen, die dir wichtig sind.
00:22:51: Würf auch gerne einen
00:22:52: Blick
00:22:53: in die Show-Notes!
00:22:54: Dort findest du hilfreiche Tipps und weiterführende Infos.
00:22:58: Es zum nächsten Mal.
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